Samstag 22. August 19 Uhr
ERZÄHLKONZERT
„MEIN SIZILIEN“
von und mit Gabriele Hasler
Auf mehreren Sizilienreisen hat Gabriele Hasler Klänge und Geschichten gesammelt, die sie nun mit ihrem Publikum teilen möchte. Als Alleinreisende hat sie vor allem Ohren für die sizilianischen Kleinigkeiten, so entsteht nach und nach ein farbiges Hörmosaik - der Fischmarkt in Catania - ein einziger Opernchor! Die Klangkomposition „Mein Sizilien“ wurde 2023 für das schottische Klangkunstfestival Radiophrenia kuratiert und bildete die Grundlage dieses besonderen Konzertabends.
Die Klangkünstlerin und Autorin Gabriele Hasler ist seit den frühen 80ern im Bereich der zeitgenössischen Musik tätig und tourte u.a. für das Goetheinstitut weltweit. Sie erhielt zahlreiche Kompositionsaufträge, u.a. für Chöre und Musiktheater. Drei ihrer Produktionen erhielten den Preis der Deutschen Schallplattenkritik. Als hochenergetische Improvisatorin forscht sie im Unterholz der Klänge.
Eintritt 15 € | mit Antipasti 20 €

Samstag 12. September 19 Uhr
Filmabend
DABEI SEIN UND NICHT SCHWEIGEN - GABRIELE STÖTZER
Gabriele Kachold, eine Schriftstellerin aus Erfurt
Film von Sibylle Plogstedt
30 min, Farbe, 1990
Als Sibylle Plogstedt 1990 in Erfurt den Film für die ARD drehte, traf sie dort eine nahezu unberührte Bürgerrechtsszene an. Damals noch unter ihrem Ehenamen Wachold, lebte die Schriftstellerin und Künstlerin Gabriele Stötzer in dieser Undergroundszene. Wegen ihrer Proteste gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns war sie 1977 zu einer einjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Sie blieb widerständig und gründete mit anderen Frauen ein Frauenkunsthaus, das es heute noch gibt. Gabriele Stötzer schrieb nicht nur – ihr Prosa-Debüt „Zügel-los“ erschien 1986 - sie fotografierte auch, wob Teppiche, nähte, strickte und töpferte in dem besetzten Haus. Die Frauengruppe stürmte 1989 in Erfurt die Stasi-Zentrale.
Im 2. Film des Abends berichten 5 beteiligte Frauen von dieser ersten spektakulären Stasi-Besetzung in der DDR.
WIE BESETZT MAN EINE STASI-ZENTRALE ?
Interview-Film von Gabriele Stötzer
30 min, Farbe, 2009
Unbeachtet von der westlichen Kunst-und Literaturszene arbeitete sie jahrelang. Erst als sie auf die 70 zuging, tritt ihre künstlerische Arbeit in den Vordergrund. Seit Juni wird ihre erste Gesamtshow im Berliner Gropius-Bau gezeigt Am 10. Oktober 2026 wird ihr der Goslarer Kaiserring verliehen, einer der weltweit renommiertesten Kunst-Preise.
Der Film Sibylle Plogstedts gibt eine Anschauung über den Untergrund in der DDR und das Frühwerk der mutigen, begabten und nun viel beachteten Künstlerin Gabriele Stötzer.

Samstag 19. September - 19 Uhr
Filmabend
WANDLUNGEN
Richard Wilhelm und das I-Ging
Dokumentar-Film von Bettina Wilhelm
87 min, Farbe,s/w, 2011
Richard Wilhelm (1873-1930) gilt als der europäische Entdecker der geistigen Welt Chinas. Er vollbrachte die größten Übersetzungsleistungen des 20. Jahrhunderts: Konfuzius, Laotse, die wichtigsten Texte des Daoismus und vor allem das I-Ging, das Buch der Wandlungen.
Als junger Missionar kam Richard Wilhelm 1899 nach China, das damals von den Kolonialmächten ausgebeutet wurde. Er erlebte dort Revolten gegen die fremden Besatzer, das Ende der Kaiser-Dynastien und den ersten Weltkrieg.
In diesen Zeiten turbulenter Umbrüche war er unermüdlich auf der Suche nach der tiefsten Wahrheit, die den Menschen hilft, mit dem Wandel umzugehen und sie befähigt, das eigene Leben zu gestalten. Richard Wilhelm taufte keinen einzigen Chinesen, Er wurde mit seinem Lebenswerk einer der bedeutendsten Vermittler der chinesischen Kultur in der westlichen Welt.
Die Autorin und Regisseurin Bettina Wilhelm, die den Film auf den Spuren ihres Großvaters in China und Deutschland drehte, ist bei der Vorführung anwesend.

Permanente Ausstellung im Atelierhaus:
Margarete Petersen
Dietmar Buchmann
Besichtigung nach telefonischer Vereinbarung
05883-9897359
GEÖFFNET saisonal
von Mai bis September
Der Google-Wegweiser
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ATELIERHAUS LICHTENBERG


